Yes, it is working – Beispiele für erfolgreiches Netzwerken

Letztens im Kundengespräch: „Also das Firmenzeichen ist jetzt super, alles ist einheitlich, der Flyer ist auch gedruckt, im Internet findet mich der Kunde und die Suchmaschinen auch. Aber Frau Schmeiser, was jetzt? Wie komme ich an neue Kunden?“ So und ähnlich fragen mich Kunden.

Alle, einschließlich mir, haben dieselbe Problemstellung oder Herausforderung, wenn die Basis an Marketingmaßnahmen gelegt ist. Der Kunde könnte jetzt kommen, wir sind bereit, die Ware liegt im Regal bzw. das Know-how wartet abrufbereit im Kopf und unser Konto freut sich auf die ersten Zahlungen. Aber es tut sich (fast) nichts. Je nach Art des Geschäftes ist dies natürlich unterschiedlich, auch hängt viel vom Standort ab. Aber trotzdem. Aktiv werden müssen wir alle. Die Werbetrommel muss gerührt werden und zwar so laut, dass es alle hören.

Eine der wichtigsten und (eigentlich) einfachsten Methoden der Neukundengewinnung ist es, anderen zu erzählen, was man macht und was daran so toll ist. Im Zeitalter des web 2.0 kann dies natürlich über die sozialen Netzwerke im Internet passieren. Aber hier möchte ich die gute alte Form des persönlichen Netzwerkens hervorheben.

Viele Wege führen zum Kunden

Dabei sind zwei Punkte sehr wichtig, ohne diese funktioniert das ganze Prinzip nicht:

 

1. Erst geben (dann vielleicht nehmen)

Keiner möchte gern „angequatscht“ werden, nur weil der andere was zu verkaufen hat. Ihr Kontaktpartner ist in erster Linie Mensch, dann Multiplikator und ganz zum Schluss (vielleicht) Kunde. Suchen Sie sich beim Aufbau Ihres Netzwerkes Menschen aus, die interessant sind, viele Kontakte haben oder sich für Ihren Geschäftsbereich interessieren. Oder alles drei. Geben Sie zuerst etwas, wie z.B. Informationen, Aufmerksamkeit, Tipps und erwarten Sie keine Umsätze. Bleiben Sie authentisch und menschlich.

2. Ein Netzwerk wächst langsam 

Kontakte lassen sich nicht erzwingen und schon gar nicht beschleunigen. Es geht nicht um 1.000 Kontakte iin drei Tagen, sondern um die richtigen Kontakte zur richtigen Zeit. Der Aufbau des Netzwerkes ist ein „natürlicher“ Prozess und bis Sie die ersten Früchte ernten, vergehen in der Regel Monate oder Jahre. Fangen Sie daher schon vor Ihrer Existenzgründung an (wenn möglich). Es ist nie zu früh.

Yes, it is working

Hier drei Beispiele aus meiner neunjährigen Selbständigkeit:

 

1. Netzwerk Beispiel:
August 2001: Versand eines Presseberichtes an den Redakteur eines kostenlosen Anzeigenblattes mit anschließendem Rückruf des Redakteurs, gemeinsames Mittagessen, regelmäßiger (unverbindlicher) Kontakt
Februar 2002: Einladung durch den Redakteur zu einer Besprechung beim Bürgermeister und dem Kulturamt, Beteiligung an der Diskussion, Angebotsabgabe, Zuschlag
Ergebnis: Seit dem mehrere große und kleine Projekte für das Kulturamt

 

2. Netzwerk Beispiel:
Anfang 2008: Eintrag eines Profils in XING (damals noch openbc)
Suche nach Kooperationspartnern, Kontakt zu Coach am Niederrhein
Mitte 2008: Kooperation mit diesem Coach im Coach- und Trainer-Verbund EmiL-nrw,
Kontakt zu Unternehmensberaterin
Anfang 2009: Veranstaltung des Coach mit Teilnahme eines Baubiologen, Austausch
Kontaktdaten über XING
Mitte 2009: Start des Projektes „Experten-Sprechstunde“ mit der Unternehmensberaterin aus EmiL-nrw, Einladung des Baubiologen
September 2009:  Kostenloses Beratungsgespräch mit Baubiologen
Oktober 2009: Start der verschiedensten Projekte für Baubiologen

3. Netzwerk Beispiel 
2005: Besuch eines Unternehmerinnen-Treffs im Kreis Kleve (Niederrhein), Kontaktaufbau zur Verantwortlichen
2005: Über diesen Kontakt kam eine Einladung zum Fachvortrag für eine Unternehmer-Veranstaltung
2007: Empfehlung durch diesen Kontakt wiederum an die Wirtschaftsförderung für eine Vortragsreihe
bei den Gründertagen 2007
Mitte 2008: Auftrag für Internetkonzeption, Mailing etc. bei einem Besucher dieser Veranstaltung

Sicherlich haben noch viele Faktoren (nicht zuletzt der Nasenfaktor) eine Rolle gespielt, auch Zufall oder/und Glück sind beteiligt. Auch ergeben sich aus manch viel versprechenden Kontakten keinerlei Aufträge. Aber die drei Beispiele zeigen, wie lange es dauern kann und wie vielfältig die Wege zu einem Auftrag bzw. Kunden sein können.

Ausgangspunkt war aber immer die eigene Aktivität, die Eigeninitiative und das Selbstbewusstsein zur eigenen Stärke. In diesem Sinne wünschen ich allen viel Spaß am Netzwerken – it ist working!

Auch wichtig:  Kundenbindung – bauen Sie Burgen und Barrieren.

 

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