Eine praktische Übersicht der Produktionsarten für textile Werbung

Heute mal was für die Produktioner unter uns, ein bißchen Werbetechnik hinsichtlich Textildruck. Textile Werbung halte ich im übrigen für stark unterschätzt in seiner langfristigen Werbewirkung – wenn er gut gemacht ist. Vorbildlich übrigens umgesetzt von einem Kunden, der sein neues Logo auf einen weißen Sweater aufgebracht hat. www.orchit.de

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Ob für eine Messe, ein Gewinnspiel, als Werbegeschenk, als Mitarbeiter-Outfit für das Ladengeschäft oder als Arbeitskleidung – textile Werbung ist eine Maßnahme, die (wenn professionell gestaltet und produziert) positiv und langfristig im Gedächtnis bleibt.

Die Klassiker Cap und T-Shirt gehören genauso dazu, wie Handtücher, Fleece-Jacken und Schals. Hier ein Überblick über die verschiedenen Verfahren um Logo, Slogan oder Internetadresse auf Stoff zu bringen:

Die Vorlage für die Übersicht der Produktionstechniken und die Fotos hat mir der Werbegeschenke Anbieter ebets promotion zur Verfügung gestellt.

Textilstick

Stick stellt die anspruchsvollste Form der textilen Veredelung dar. Mit professionellen Stickmaschinen können alle Arten von Texten und Firmenzeichen hochwertig aufgestickt werden, auf z.B. T-Shirts, Polos, Sweater, Hemden, Jacken, Kappen, Stofftaschen, Hand- und Badetüchern.

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Das Wunschmotiv, professionell gestickt auf hochwertige Textilien, sorgt für hervorragende Optik und langfristige Werbewirkung. Bei Bedarf wird die Textilie mit einem Fleece gestärkt, um einen verstärkten Träger für die Bestickung zu bilden.

Jede Form von Unternehmens- oder Vereins-Logos, Wappen oder einfache Schriftzüge können auch als Aufnäher hergestellt werden. Einmal gestickt, kann dieser Aufnäher auf jede Textilie geklebt oder genäht werden und später wieder entfernt werden.

Textilgravur

Eine relativ neue Form der Textilveredelung wird durch Lasergravur erreicht. Der reliefartige Effekt bei Fleece oder ein dezenter Farbkontrast z.B. bei Softshelljacken entfaltet eine ganz eigene, dezente Attraktivität. Nicht alle Materialien sind dafür geeignet. Bei richtiger Anwendung bietet sich dieses Verfahren aber besonders für großflächige Motive an.

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Flockdruck

Der Flockdruck besticht durch seine samtartige, erhabene Oberfläche und ist auch auf dunklen Textilien vollkommend deckend. Er eignet sich ideal zur Beschriftung von T-Shirts, Sport-Textilien, Kappen oder Berufsbekleidung aus Baumwolle, Polyamid, Acryl, Wolle, Viskose und Mischfasern. Die Beflockung ist bis 60 Grad waschbar und bügelbar. Mittels Schneideplotter wird das Motiv aus der Rollenware geschnitten und mit großer Hitze und Druck auf das Textil übertragen.

 

Matteo

 

Flexdruck

Flexfolien sind dünne, elastische Folien für die Textilbeschriftung. Durch Ihre hohe Dehnbarkeit passt sich das Material ideal an das Textil an und erzielt einen hohen Tragekomfort. Spezielle Sonderflexfolien ermöglichen besondere Effekte und Anwendungsmöglichkeiten, wie z.B. reflektierend, nachtleuchtend, Glitter, holograph, metallic. Auch die Farbpalette ist größer als bei Flockfolien. Flexfolie ist bis 80 Grad waschbar, reflektierende Flexfolie bis 60 Grad, für Nylon geeignete Folie bis 30 Grad.

Flex

Digitaler Flock-/Flexdruck

Das Motiv wird mit einem Digitaldrucker auf weiße Folie gedruckt, konturgeschnitten und mit Hitze auf das Textil übertragen. Fotorealistische Drucke sind dadurch möglich. Aufgrund des schlechteren Textilgriffs durch die dicke Folie ist diese Technik eher für kleinere Motive mit einfachen Schneidkonturen geeignet.Durch den Schneideprozess werden jedoch transparente Flächen im Motiv möglich. Der Druck ist bis 40 Grad von links waschbar. Beim Bügeln das Motiv mit Backpapier abdecken

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Texil-Transferdruck

Bei diesem Zweiphasen-Druckverfahren wird das Motiv zuerst auf eine Trägerfolie per Siebdruck gedruckt um dann mit einer Transferpresse auf das Textilstück übertragen zu werden. Der Kleber, der unter Hitze und Druck aktiviert wird, schafft eine Verbindung zwischen Motiv und Stoff und garantiert so ein hochqualitatives Ergebnis. Diese Form der Werbeanbringung zeichnet sich durch eine hohe Deckkraft und Farbintensität aus.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die vorgedruckten Motive bis zu 2 Jahre lagerfähig sind und jederzeit kurzfristig ohne große Nebenkosten auf diverse Textilien übertragen werden können. Das macht auch Kleinmengen schnell nachproduzierbar.

Eder

Habt ihr auch schon Shirts oder ähnliches eingesetzt? Wie kamen die an und was habt ihr damit gemacht?

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Regina sagt:

    Werbeformen durch kleine Goodies sollten auch nicht unterschätzt werden! Egal ob es sich dabei um einen Kugelschreiber von Ballograf handelt oder einem USB Stick! Die Wirkung eines praktischen und allgegenwärtigen Gegenstand ist auf lange Sicht sehr gut! P.s.: Die Lasergravur gefällt mir besonders gut!

    1. schmeiserute sagt:

      Hallo Regina,

      danke für die Ergänzung. Das stimmt – gerade praktische Alltagsgegenstände haben den Vorteil der langfristigen Präsenz. Gerade bei Kugelschreibern würde ich aber wirklich nur hochwertige und/oder witzige/ungewöhnliche Modelle wählen. Nichts ist schlimmer als ein schmierender Kuli – und den hat doch schon jeder mindestens einmal verflucht, oder? 😉
      Gruß
      Ute

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