So werden Facebook Beiträge geliked!

Wie sehen erfolgreiche Facebook Beiträge aus?

Die Facebook Nutzer werden auch in Deutschland älter, der Anteil der über 35-jährigen wächst kontinuierlich. Facebook wird damit für immer mehr Unternehmen interessant und auch deren Nutzung fast unausweichlich. Unternehmen, die Facebook als Kommunikationskanal professionell nutzen, haben vor dem ersten Beitrag ein redaktionelles Konzept erstellt. Dies ist, rein theoretisch zumindest, der optimale Weg für eine effiziente und reibungslose Integration der Facebook Seite in die Unternehmenskommunikation. Das Konzept umfasst nicht nur wer, was, wie postet, sondern auch wann.

Wann aber ist für die Zielgruppe, die man erreichen möchte, der beste Zeitpunkt? Zu welcher Uhrzeit erreiche ich meine Fans und wann sollte ich selbst erreichbar sein. Dazu gehört die Kenntnis über das Verhalten der eigenen Zielgruppe (fragen Sie Ihren Vertrieb, die Menschen, die nah am Verbraucher/Kunden agieren), Erfahrung in sozialen Netzwerken (sammeln sie diese schon vorab) und auch eine Portion „Ausprobieren“.

Aber: Der interessanteste Beitrag bringt keine Interaktion, wenn die Zielgruppe schläft, im Büro oder vor dem Tatort sitzt. Andererseits bewirkt ein Kommentar, der tagelang nicht vom Facebook Redaktionsteam beachtet wird, genau das Gegenteil eines positiven Images. Der richtige Zeitpunkt ist wichtig und die Erreichbarkeit.

Um welche Uhrzeit wird mein Beitrag auf Facebook gelesen?

Vorab – Beiträge können vordatiert werden, wenn dies zum gewünschten Zeitpunkt nicht live veröffentlicht werden können. Bis auf die Minute genau können unten links beim Eingabefeld (Symbol Uhr) Datum und Uhrzeit eingestellt werden. Der Beitrag kann auch wieder gelöscht werden, bevor er veröffentlicht wird. Verändert werden kann er nicht (Stand Oktober 2013), daher ist löschen und neu schreiben die einzige Alternative.

Anhand eines Best Practice ein Beispiel:

Ein stationäres Modegeschäft mit Designerlabels hat neben dem Store eine Facebook Seite. Die Zielgruppe ist eindeutig weiblich, zwischen 35 und 65, regional angesiedelt und wenn auf Facebook, dann auch dort sehr aktiv. Wann lesen diese Frauen die Beiträge? In der Regel werden Beiträge morgens zwischen 7.00 und 9.00 Uhr und nachmittags zwischen 17.00 und 19.00 Uhr gelesen. Ergibt sich daraus die strenge Vorgabe, nur zu diesen Zeiten zu posten?

Nein, denn Facebook zeigt inzwischen Beiträge in der Timeline der Fans öfters an, nicht nur live in der Sekunde der Veröffentlichung. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Fan den Beitrag mehrfach sieht, auch Tage später. Je mehr Interaktion er hat, desto wichtiger erscheint er Facebook und desto häufiger wird er gezeigt, sozusagen um sicher zu gehen, dass kein Fan diesen Post verpasst. Im Falle des Designer Outlets wurde dies häufig beobachtet, so dass sogar Kommentare und Likes mitten in der Nacht keine Seltenheit waren (Facebook ist eindeutig eine Option bei Schlaflosigkeit).

Noch ein Beispiel, ein mittelständisches Industrieunternehmen.

Die Zielgruppe ist männlich, insbesondere der Nachwuchs der Facharbeiter, aber auch Auszubildende sollen angesprochen werden. Das Unternehmen will sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. Die Stellensuchenden recherchieren rund um die Uhr, besonders abends und am Wochenende. Daher wäre es sinnvoll, Posts auf Samstag und Sonntag vorzudatieren. Wichtig: In einem separaten Reiter einer Facebook Anwendung sollte ganz klar die Erreichbarkeit mit eindeutigen Uhrzeiten kommuniziert werden. Nicht immer ist den Fans klar, dass der Sonntag auch für das Facebook Team kein Arbeitstag ist. Große Konzerne indes können sich dies nicht leisten, hier gilt der 24/7/365-Service.

Wie oft sollte gepostet werden?

Nicht nur die Uhrzeit ist wichtig, auch die Frequenz der Beiträge. Zu oft ist lästig, zu wenig lässt vergessen. Wenn es keine brandheißen News oder außergewöhnlichen Infos gibt, geht man von 2-3 Postings pro Woche aus, um in Erinnerung zu bleiben ohne zu nerven. In der schnelllebigen Welt der Mode ist dies viel zu wenig, 3-4 Beiträge pro Tag, max. 2 Tage ohne Beitrag sind hier Pflicht. Ganz anders im business2business Geschäft. Auch hier sollte keine zu große zeitliche Lücke zwischen den Posts liegen. Eine Facebook Seite, die im August noch den letzten Beitrag von Ostern zeigt, wirkt definitiv ungepflegt und wirft ein schlechtes Licht (Image) auf das Unternehmen.

Welche Länge ist ideal?

Lang ist langweilig, kurz ist sexy? Generell ist kurz besser als lang. Es gibt Studien, die zeigen, dass Posts mit weniger als 80 Zeichen eine höhere Interaktion generieren als längere Beiträge. Dabei muss die Aussage natürlich trotzdem klar und interessant sein. Aber wenn es um Informationen zu Aktionen oder Veranstaltungen geht, oder um im Modebereich zu bleiben, Trends beleuchtet und vorgestellt werden, sind 80 Zeichen nicht ausreichend. Eine kluge Alternative ist es, ein Thema in Häppchen zu splitten. Diese sind leichter „verdaulich“, wirken stärker (häufigeres Erscheinen) und füllen im Zweifel die Chronik über einen längeren Zeitraum.

Beim DesignerOutlet werden bei Events lange Texte gelesen, bei Trends, Styles und Modefotos genügen kurze Sätze definitiv.

Zum Schluß: Geben Sie Anweisungen!

Nicht immer, aber möglichst oft sollte ein Post mit einer Call-to-Action beendet werden. D.h. eine konkrete Handlungsempfehlung soll zur Interaktion führen:

Nicht nur Kommentare, Likes und Shares (Teilen) – sondern auch der Klick auf einen Link (Website, Landing Page, online Shop, Newsletter Anmeldung, Gewinnspiel) sind sinnvoll.

Tipp zum Schluß

Ohne ein Foto wird ein Beitrag weit weniger beachtet. Wenn kein Foto genutzt werden kann, sollte der Text auf jeden Falprosecol kurz sein. Umgekehrt, wenn das Foto aussagekräftig ist, muss nicht zwangsläufig ein Text dabei stehen. Im Falle des Designeroutlets war z.B. ein Foto von der FashionWeek in Berlin, auf dem die Beteiligten mit Prosecco angestossen haben, der Beitrag mit den meisten Likes überhaupt!

Link zur Facebook-Seite des Designer Outlets
www.facebook.com/grenzposten125

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